Neben der Fotografie finden optische Filter auch auf anderen Gebieten
Anwendung. So kommen sie in Überwachungs- und Bildgebungsbereichen zum
Einsatz. Aber auch in der Industrie, ja sogar in der Medizin sind
optische Filter nicht mehr weg zu denken. Dabei haben diese Filter die
Aufgabe, einfallende Strahlungen nach verschiedenen Kriterien zu
selektieren.
Polarisationsfilter
Diese Filter kommen häufig in der Fotografie zum Einsatz. Reflexionen
können mit ihnen beeinflusst werden. Dies verbessert die Bildqualität.
Meist bestehen diese Filter aus anisotropen Folien oder aus
dielektrischen Oberflächen.
Nachtsichtfilter
Gerade im Automobilbereich finden immer mehr Nachtsichtsysteme mit
Infrarottechnik Einzug. Dadurch ist der Autofahrer in der Lage nachts
bis zu 150 Meter weit zu sehen. Spezielle infrarotempfindliche Kameras
liefern nach elektronischer Bearbeitung ein wirklichkeitstreues Bild.
Damit der Gegenverkehr nicht geblendet wird ist ein Nachtsichtfilter
zwingend erforderlich. Das sichtbare Licht der Halogenlampe wird damit
blockiert. Nur der im Infrarotspektrum liegende Bereich des Lichts kann
den Filter passieren.
Kontrastverstärkungsfilter
Alle Displaygeräte strahlen Licht ab. Kontrastverstärkungsfilter
selektieren nun die unerwünschten Wellenlängen des sichtbaren Lichtes
heraus. Displays erhalten dadurch einen höheren Kontrast. Bei
Vollfarbdisplays wird dadurch eine unverfälschte Farbwiedergabe
erreicht. Monochrome Displays erhalten zum Beispiel eine optimale
Erkennbarkeit, indem nur das grüne Licht durchgelassen wird. Alle
anderen Wellenlängen werden von monochromen Kontrastverstärkungsfiltern
blockiert. Licht, das im roten, grünen und blauen Spektralbereich liegt,
wird von Vollfarbfiltern durchgelassen, während dazwischenliegende
Wellenlängen reduziert werden.
Interferenzfilter
Um den optischen Interferenzeffekt zur Reflektion bzw. Transmission
bestimmter Spektralbereiche des Lichts zu nutzen, kommen
Interferenzfilter zum Einsatz. Hierfür werden unterschiedliche
Materialien, die optische Wirkungen haben, in dünnen Schichten auf ein
Substrat aufgebracht. Solche optische Filter
(optical Filters)
lassen nur ganz bestimmte Wellenlängen durch. Dicht benachbarte
Wellenlängen werden jedoch reflektiert. Dies ist aufgrund der
Interferenz zwischen direktem Licht und einem mehrfach reflektierten
Licht möglich.
Verlaufsfilter
Es gibt Filter, die über ihre gesamte Fläche eine kontinuierlich
veränderliche Filterwirkung haben. Mit diesen Verlaufsfiltern kann eine
stufenlose Abschwächung erreicht werden. In der Fotografie werden häufig
neutralgraue Centerfilter für extreme Weitwinkelobjektive (z.B. beim
Fischauge) eingesetzt. Diese dienen dazu, den Randlichtabfall zu
kompensieren.
Kantenfilter
Bei diesem Filtertyp werden zwei Spektralbereiche, die mehr oder minder
stark abgegrenzt sind, entweder reflektiert oder durchgelassen. Werden
langwellige Spektralbereiche durchgelassen spricht man vom Langpass (cut-off)-Filter,
liegen sie im kurzwelligen Bereich handelt es sich um Kurzpass (cut-in)-Filter.
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